Kritiken Oper
Das Rheingold – Wien, Staatsoper
Loge, 4.5.2009 unter Franz Welser-Möst
Über weite Strecken sollte der Abend nämlich „Loge“ heißen, so sehr steht der listige Feuergott im Mittelpunkt. [...] Wie Adrian Eröd den Loge gibt, tänzerisch behende, wie ein Schmusekätzchen sich dem Göttervater in den Schoß schmiegend, von gefährlich amoralischer Heiterkeit, das ist eine singschauspielerische Leistung ersten Ranges – und sein auch sprachlich vorzüglich artikulierender Bariton hat helle Farben genug um die eigentlich für einen Tenor bestimmte Partie zu meistern.
FAZ, 4.5.09
Die Meistersinger von Nürnberg – Bayreuth
Sixtus Beckmesser, 26.7.2009 unter Sebastian Weigle
Adrian Eröd triumphierte in seinem gelungenen Bayreuthdebüt als kraftvoll, klar und text-verständlich intonierender Beckmesser.
FAZ, 27.7.09
Adrian Eröds Beckmesser-Debüt bereitet Freude. Der junge Wiener Bariton macht aus dem Beckmesser eine hochsensible, tragische, fast schubertische Liedfigur.
Badische Zeitung, 29.7.09
Die Meistersinger von Nürnberg – Wien, Staatsoper
Sixtus Beckmesser 12.1.2008 unter Christian Thielemann
Ein Wagnis schien auch die Besetzung des Sixtus Beckmesser mit Adrian Eröd. Noch ein Wiener Sänger, der an diesem Abend einen triumphalen Einstand feiern durfte. Eröd hat sich für die ungeliebte Kritiker-Karikatur ein exquisites Konzept zurechtgelegt, das er bis in subtile Nuancen von Gebärde und Gesang realisiert, als hätten ein Regisseur und ein musikalischer Leiter monatelang mit ihm an der künstlerischen Gestaltung gearbeitet. Dieser Beckmesser steht in seiner paranoiden Mischung aus Korrektheitswahn und Profilierungssucht auf Augenhöhe mit der dominierenden Figur des Hans Sachs.[...] Der Dialog zwischen diesen beiden Protagonisten in der Schusterstube wurde zu einem der Höhepunkte der umjubelten Aufführung. Da saß jede Pointe, jeder Blick, jede Geste. Die Presse
Medea (Reimann) – Wiener Staatsoper
Adrian Eröd, der die Ausdruckspalette seines herrlichen Baritons voll ausschöpft, leiht dem feigen Karrieristen Jason seine Stimme und besticht durch prägnante Diktion, äußerst sichere Stimmführung und überzeugendes Spiel.
Opernglas 04/2010
Nicht weniger eindrücklich als die gemarterte Hauptfigur erscheint der opportunistische Jason, der durch Adrian Eröd mit seinem wohlklingenden Bariton so viel Kraft und Profil erhält, dass er den Energien Medeas standzuhalten vermag
Neue Zürcher Zeitung, 3.3.2010
The Tempest (Adès) – Oper Frankfurt
Natürlich ist Adrian Eröds baritonaler Prospero die auf weite Strecken dominierende Figur, scheinbar schwerelos in der Ausstrahlung eines Magiers, doch auch voller Wucht in seiner Diktion, in Stationen, die von Leidgeprüftheit über glückliche Rache bis zu großherzigem Verzeihen reichen – Distinktion vermittelnd in allem Pathos.
Frankfurter Rundschau, 11.1.2010
Mit geschmeidig voluminösem Bariton gestaltet Adrian Eröd die schmerzdurchwebt dissonante Partie des Prospero.
Darmstädter Echo, 14.1.2010
Prosperos dissonanzenreich geschwungenes, stets vorbildlich textverständliches Melos fand einen idealen Interpreten in Adrian Eröd.
FAZ, 12.1.2010
Die schweigsame Frau – Wiener Staatsoper
…während Adrian Eröd als Barbier souverän zwischen Dialogen und feiner Gesangslinie wechselt und mit lockerer Nonchalance das Zentrum der Aufführung darstellt.
Die Presse, 20.6.2009
Den größten Beifall erhielt Adrian Eröd für seine kultivierte Stimmführung und exquisite Textverständlichkeit, auch darstellerisch überzeugend als ausgebuffter, schlitzohriger Kerl.
Gießener Allgemeine, 23.6.2009
Faust – Wiener Staatsoper
Das Ereignis aber ist Adrian Eröd, der den Valentin in der Premierenwoche übernommen hat. Hier stimmt vokal und stilistisch alles, hier ist sogar eine authentische Bühnengestalt zu begrüßen.
NEWS, 15.10.2008
Adrian Eröd erzielt in der Rolle des Valentins in berückender Klangschönheit den Triumph des Abends.
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008
Capriccio – Wiener Staatsoper
M.Schade und Adrian Eröd verkörpern das Künstler-Duo Flamand-Olivier mit bemerkenswertem stimmlichem und schauspielerischem Einsatz. Eröd besticht darüber hinaus noch durch eine vorbildliche Textverständlichkeit.
FAZ, 9.6.2008
Ariadne auf Naxos – Wien, Staatsoper
Als Harlekin zeigte sich der großartige Adrian Eröd mit seinem markigen Bariton, clownesker Bühnenpräsenz und nuancenreichem Wechsel zwischen den Affekten in einer neuen Paraderolle.
Der Standard, 22.5.2007
Manon (Massenet) – Wien, Staatsoper
Allen voran zu nennen ist Adrian Eröd, als ein baritonal wie darstellerisch beeindruckender Lescaut.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.3.2007
Ganz ausgezeichnet in der Rollen-Charakterisierung und auch stimmlich stets präsent ist Adrian Eröd als Lescaut.
Österreich, 5.3.2007
Il Barbiere di Siviglia – Wien, Staatsoper
Die Sensation des Abends war aber Adrian Eröd als Figaro, der in dieser Rolle sein Debut gab: Komödiantisch äußerst begabt, hörte man hier einen Bariton von außergewöhnlicher Klarheit, mit strahlender Höhe, einer beeindruckenden Tiefe und einem wunderschönen Timbre.
Wiener Zeitung, 30.11.2003
Mit ansteckender Jugendlichkeit, Witz und exemplarischer Wortdeutlichkeit agiert Adrian Eröd als Figaro: gewiß eine der größten singschauspielerischen Entdeckungen des letzten Jahrzehnts.
Die Presse, 2.1.2004
Manon Lescaut (G.Puccini) – Wien, Staatsoper
Die interessanteste Figur des Abends zeichnet Adrian Eröd: In der Partie des Lescaut zeigt er seine kultiviert geführte, kraftvolle Stimme und intensive Ausdruckszeichnung.
Kronen Zeitung, 31.1.2007
Die Zauberflöte – Wien / Aix-en-Provence
Adrian Eröd è l’eccezione. La regia pone al centro della vicenda la figura di Papageno e il giovane viennese oltre a un’ineccepibile prestazione vocale dimostra gran virtuosismo nel saper creare un Papageno che è sempre al centro dell’attenzione, ma mai volgare e di troppo. La serata la salva lui!
Il Giornale della musica, 16.5.2006
El joven Adrian Eröd resultó se (junto con Keenlyside) el mejor Papageno que hemos visto en escena, sobrado de una voz de hermoso timbre y con un dominio total del canto y la interpretación.
La Vanguardia, 5.7.2006
Aladdin (N. Rota) – Wien, Staatsoper
Im Zentrum der Aufführung steht der fabelhafte Adrian Eröd als dunkler Zauberer (…): eine Bühnenpersönlichkeit mit schöner Stimme. Er begeistert Alt und Jung!
Kronen Zeitung, 18.4.2005
Werther – Wien, Staatsoper
Umso leichter fällt Adrian Eröd in der nicht eben zentralen Rolle von Charlottes Gemahl Albert der Nachweis, daß eine starke Sängerpersönlichkeit allein durch ihre bloße Präsenz ganz ohne inszenatorische Hilfe eine fade Bühne zum Theater macht.
Der Standard, 21.2.2005
Und Adrian Eröd gelingt das Kunststück, selbst die Rolle des formellen Albert mit noblem Timbre zu versehen.
Salzburger Nachrichten, 21.2.2005
Roméo et Juliette – Wien, Staatsoper
Jedoch bringt diesmal nur einer der Protagonisten Stilempfinden und Expression wirklich auf einen Nenner: Debütant Adrian Eröd liefert mit seinem Lied von der Königin Mab (…) ein Musterbeispiel für die Übereinstimmung vokaler Elegance und Aussage.
Die Presse, 24.12.2001
In dieser Aufführung hätte sich Julia jedenfalls in Mercutio verlieben müssen: Adrian Eröd in jugendlicher Frische und mit perfekter Stimme.
Süddeutsche Zeitung, 31.12 2001
Bezauberndes Fräulein! (R. Benatzky) Klangbogen Wien
…ein Glücksfall von einem Hauptdarsteller: Adrian Eröd, ein Bariton mit prachtvoller Stimme, mit hinreißender darstellerischer Begabung und einer körperlichen Wendigkeit, die ihn wie mühelos über die Bühne fegen läßt.
Wiener Zeitung, 8.8.2001
Als echtes Operettentalent entpuppt sich Adrian Eröd, der den Bürokraten-Paul mit dem diskreten Charme eines Buster Keaton spielt und seine einschmeichelnde, samtweiche und dennoch kernige Stimme mit dezenter Kraft einzusetzen versteht.
Salzburger Nachrichten, 8.8.2001
Jakob Lenz (Rihm) – Klangbogen Wien
Mit beeindruckender technischer Meisterschaft sang er (Eröd) die anspruchsvolle Titelpartie berückend schön, ohne an darstellerischer Intensität einzubüßen und formte glaubwürdig das Psychogramm eines von Inspiration und Wahnvorstellungen Getriebenen, der der Welt zuletzt ebenso abhanden kommt, wie diese ihm.
Die Presse
Pelléas et Mélisande – Linz, Landestheater
Linz darf sich glücklich schätzen, mit Adrian Eröd einen jungen Sängerdarsteller am Haus zu beschäftigen, der den Pelléas nicht nur mit intensivem, zu leuchtender Höhe fähigem Bariton ausgezeichnet singen, sondern – mit blendender Bühnenpräsenz – auch spielen kann, indem er die Diskrepanz zwischen narzißhafter Versunkenheit und der Erfahrung von Zuneigung und Liebe immer wieder bewußt macht.
Opernwelt
Billy Budd – Wien, Odeon
Eröd ist Billy, er singt ihn mit schonungsloser Identifizierung, findet Töne von solch ehrlicher Schlichtheit, einfacher Größe und Innigkeit, daß er als Idealbesetzung zu gelten hat. Die Szene vor Billys Hinrichtung ist in Eröds Interpretation unvergeßlich, sie schnürt die Kehle zu.
Wiener Zeitung